Woher kommt Schmerz?

Das bisherige, alte Schmerzverständnis besagt, dass Schmerz vor allem dann entsteht, wenn Schädigungen eintreten oder eingetreten sind. Werden keine Schädigungen gefunden, nennt man die Ursache oft psychisch. Wurden Schädigungen gefunden und beseitigt (durch Operation, etc.) und der Schmerz ist nach wie vor da, wird oft von einem “Schmerzgedächtnis“ gesprochen, aufgrund dessen wir diese noch immer wahrnehmen können. Bei häufig auftretenden Schmerzen ohne erkennbare Ursache nennt man es auch Fibromyalgie à Schmerzen der Muskulatur und des Bindegewebes, ohne erkennbare Ursache. Das meiner Meinung nach Schlimmste ist aber, dass Schmerzen mit zunehmendem Alter als unausweichliche Begleiterscheinung hingenommen werden. Dabei ist die Wahrheit: Unsere Bewegungsstrukturen können bis ins hohe Alter gut erhalten bleiben.

 

Wäre es tatsächlich so, dass Schädigungen und Veränderungen der Struktur, oder ein im Gehirn vorhandenes Schmerzgedächtnis, Verursacher unserer Schmerzen sind, warum verändern sich dann oft die Intensität oder der Ort, an dem sie fühlbar sind? Warum tut die geschädigte Bandscheibe an einem Tag weh, am nächsten viel weniger oder gar nicht? Die Antwort könnte sein, dass die Bandscheibe nicht weh tut! Es geht mehr um die verkürzte, verspannte Muskulatur rundherum.

 

Neues Verständnis von Schmerz

 

Das neue Verständnis vom Schmerz, nach dem ich arbeite, besagt, dass Schmerz vor allem dann entsteht, wenn der Körper uns vor drohenden Schädigungen warnen und schützen will. So müssen wir nur auf die Sprache unseres Körpers hören. Damit er nicht mehr warnen muss, sollten wir ihm die muskulären Veränderungen zugestehen, die er braucht. 

 

Mit diesem neuen Verständnis von Schmerz ist es meist nicht einmal nötig, Schädigungen, die man gefunden hat, zu beseitigen, denn sie haben mit dem Schmerz wenig bis nichts zu tun. Über 90% der heute verbreiteten Schmerzen dürften Warn- oder Alarmschmerzen sein. Dass man diese selber beseitigen kann, gibt uns völlig neue Möglichkeiten an die Hand, um der Hilflosigkeit zu entkommen, Selbstverantwortung zu übernehmen und uns selbst zu heilen.

 

Wenn sich Ihre Schmerzen immer wieder verändern – was bei den meisten der Fall ist – haben Sie einen starken Hinweis dafür, dass Ihre Muskeln und Faszien dafür verantwortlich sind. 

 

Schmerzen durch Bewegung heilen

 

Aber was läuft da schief, dass unsere Muskeln und Faszien Schmerzen erzeugen? Der Grund ist unsere in der heutigen Lebensweise massiv eingeschränkte körperliche Bewegung. Durchschnittlich nutzen wir von den ursprünglich möglichen Bewegungswinkeln gerade einmal 5 bis 10 Prozent. Wenn wir Sport treiben sind es vielleicht 20 Prozent. Dadurch verkürzen Muskeln und erzeugen im Laufe der Jahre und Jahrzehnte immer höhere Zugspannungen (auf Gelenke zB). Unsere Faszien verfilzen und werden immer steifer und unnachgiebiger – vergleichbar mit einem zu heiß gewaschenen Kleidungsstück. Dadurch können Rücken- und Gelenkschmerzen, Kopfschmerzen und sogar Fibromyalgie entstehen. Ganz zu schweigen von im Alter zunehmenden Bewegungseinschränkungen bis hin zum Rollator.

 

Nun das alles muss nicht sein. Die Belastungen Ihrer Wirbelsäule und der anderen Gelenke können durch nur 15 Minuten tägliches Üben ausgeglichen werden. Ergänzen Sie Ihr persönliches Bewegungsprofil durch die passenden Engpass-Dehnungen, verschwinden die meisten Schmerzen wie von selbst. So können Sie Ihre Schmerzen durch Bewegung selbst heilen. (Vgl. Dr. med. Petra Bracht) Ich zeige Ihnen gerne wie.

 

Rufen Sie mich an oder schicken Sie ein Email, um einen Termin zu vereinbaren. 

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© Caroline Triml